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Maibaumaufstellen, Sachrang, Tourist Information Aschau i.Ch.
Bildbeschreibung: Maibaumaufstellen, Sachrang
© Tourist Information Aschau i.Ch.

Maibaum Aufstellen

Das Aufstellen des Maibaumes in der Chiemsee-Region heute immer noch sehr beliebt und mit einem Dorffest verbunden. Das Maibaumaufstellen am 1. Mai geht zurück auf einen altbayerischen Brauch: Der Maibaum ist Symbol für das Leben und die Figuren, die ihn schmücken, stellen Szenen aus dem dörflichen Leben mit geschnitzten Figuren und Zunftzeichen dar. Vor dem Errichten wird der grüne Wipfel mit bunten Bändern behängt und mit einem Kranz geschmückt.
Zudem ist es in ganz Oberbayern ist es üblich, dass er geschält und weißblau gestrichen wird. Meist wird der Baum von der Gemeinde, einem Wirt oder Waldbesitzer gestiftet und in vielen Freizeitstunden hergerichtet.

Typisch im Chiemgau ist der Brauch, dass der vorbereitete Baum vor dem Aufstellen von einer Nachbargemeinde "gestohlen" wird. Um den Maibaum zurück zu erhalten, müssen die Aufsteller den "Stehlern" eine Auslöse in Form von Bier und Brotzeit zahlen.

Die Hauptarbeit dabei ist das Aufstellen, mit der sich die Männer beschäftigen dürfen. Denn das kann, wenn man es nach altem Brauch macht Schwerstarbeit sein. Dabei wird der Maibaum mit dicken, langen Stangen, die zu Scheren zusammengebunden werden, aufgerichtet. Durch Kurzkommandos kommt der Maibaum dann langsam in die senkrechte Lage. Das Maibaumaufstellen kann überall im Chiemgau beobachtet werden.

Das Maibaumaufstellen wird meistens von den örtlichen Trachtenvereinen am 1. Mai organisiert und durchgeführt, näheres dazu im Veranstaltungskalender.


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